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Auf den Spuren der Götter – unsere Tour auf den Olymp

Vier Tage Griechenland, ein Bergmassiv, viel Vorbereitung und ein großes Abenteuer: Unser Ziel war der Mytikas – mit 2.918,8 Metern der höchste Gipfel des Olymp.

Die Idee entstand aus unserer gemeinsamen Begeisterung für Berge und Abenteuer. Griechenland wollten wir diesmal von einer anderen Seite kennenlernen: Meer und ein wenig Urlaub sollten mit einem anspruchsvollen Bergprojekt verbunden werden.

Babsi und Marion auf dem Olymp
Babsi und Marion auf dem Olymp

Gut vorbereitet Richtung Olymp

Schon bei der Vorbereitung wurde uns klar, dass der Mytikas trotz seiner vergleichsweise moderaten Höhe kein gewöhnlicher Wandergipfel ist. Der Olymp ist ein gewaltiges Bergmassiv, und besonders der letzte Abschnitt zum Gipfel führt durch ausgesetztes alpines Gelände.

 

Deshalb bereiteten wir uns gezielt vor:

Viele Höhenmeter, Training im technischen Gelände, möglichst leichtes Gepäck und eine sorgfältig zusammengestellte Sicherheitsausrüstung. Ebenso wichtig war für uns die laufende Beobachtung des Wetters.

 

Dabei galt von Anfang an eine einfache Regel:

 

Keine Helden! Wenn Wetter oder Bedingungen nicht passen, wird umgedreht.

Über den E4 zur Spilios-Agapitos-Hütte

Nach dem Flug nach Thessaloniki und einem Zwischenstopp am Meer starteten wir am nächsten Morgen in Prionia auf etwa 1.070 Metern.

 

Der E4 führte uns zunächst durch wunderschönen Wald. Mit zunehmender Höhe wurde der Weg steiler, während sich zwischen üppiger Vegetation immer wieder Ausblicke in Richtung Meer öffneten.

 

Nach 6,3 Kilometern und rund 1.010 Höhenmetern erreichten wir die Spilios-Agapitos-Hütte auf etwa 2.100 Metern.

 

Dort zeigte der Olymp am Nachmittag, wie schnell sich die Bedingungen verändern können:

 

Dunkle Wolken zogen auf, die Temperatur sank – und kurz darauf folgten Starkregen, Blitz, Donner und heftiger Hagel.

 

Ein eindrucksvoller Reality-Check!

Skala – und dann doch zum Mytikas

Am nächsten Morgen präsentierte sich der Berg völlig anders. Der Wind hatte den Fels getrocknet und die Wetterprognose versprach ein stabiles Zeitfenster.

Kurz nach sieben Uhr brachen wir auf. Über zunehmend offenes und felsiges Gelände erreichten wir schließlich den Skala auf rund 2.880 Metern.

 

Hier fiel die Entscheidung.

 

Die Wolkendecke lag unter uns, der Fels Richtung Mytikas war trocken und die Sicht gut. Erst nach genauer Beurteilung von Wetter und Gelände entschieden wir uns für den Weiterweg.

Wanderstöcke verstauen, Helme und Handschuhe an – und hinein in den technischen Abschnitt.

 

Die Route führte durch ausgesetztes felsiges Gelände, über Geröll und kurze Kletterpassagen. Die letzten Höhenmeter verlangten noch einmal volle Konzentration.

 

Und dann standen wir tatsächlich oben.

Mytikas – 2.918,8 Meter

Nach monatelanger Vorbereitung den höchsten Punkt des Olymp zu erreichen, war ein überwältigender Moment!

 

Für einige Minuten hatten wir den Gipfel sogar für uns allein. Über uns blauer Himmel, unter uns die Wolken – und rundherum die beeindruckende Felslandschaft des Olymp.

 

Der Abstieg verlangte anschließend noch einmal unsere volle Aufmerksamkeit. Über eine technisch anspruchsvollere Route ging es in Richtung Stefani und weiter über das Plateau der Musen. Gerade hier zeigte sich erneut, wie wichtig Erfahrung, Konzentration und die richtige Ausrüstung sind.

Was bleibt?

Nach insgesamt rund 19 Kilometern sowie etwa 2.000 Höhenmetern im Auf- und Abstieg erreichten wir schließlich wieder Prionia.

 

Müde Beine? Definitiv.

 

Ein Erlebnis, das wir nicht vergessen werden? Ebenso definitiv.

 

Vor allem aber hat uns diese Tour gezeigt, wie viel gute Vorbereitung ausmacht. Ausrüstung, Training und Wetterbeobachtung haben funktioniert – und genauso wichtig war die Bereitschaft, unsere Pläne jederzeit den tatsächlichen Bedingungen am Berg anzupassen.

 

Der Olymp hat uns gezeigt, dass ein Berg nicht besonders hoch sein muss, um anspruchsvoll zu sein.

Und er hat uns vier Tage Griechenland mit Meer, Landschaft, Begegnungen und einem Bergabenteuer geschenkt, das sich tatsächlich ein bisschen so angefühlt hat, als wären wir auf den Spuren der Götter unterwegs gewesen.

 

Wir würden es wieder tun!

 

Gut vorbereiten. Bedingungen beobachten. Respekt vor dem Berg haben. Und keine Helden sein.

 

Für alle, die mehr über unsere Vorbereitung, Ausrüstung, Wetter- und Sicherheitsplanung sowie die einzelnen Abschnitte der Tour erfahren möchten: Ein ausführlicher Vortrag über unser Olymp-Abenteuer ist bereits in Planung.

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